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| JANOSCH, der sich selbst als einen Ketzer in der Kunst ausgibt, kann selbstverständlich meisterhaft malen und zeichnen, zu erkennen in seinen Frühwerken um 1960 und in seinen ca. 3oo Kinderbüchern, für welche er ungezählte Auszeichnungen zwischen Paris und Japan erhielt: 2x die Goldmedaille Bratislava, den französischen Kinderbuchpreis, 2 x den silbernen Griffel in Holland u.a.m. |
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| Nicht zuletzt in den meisterlichen Radierungen. |
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| Nun aber sagt er: |
| "Den wahren Meister erkennt man besonders dort, wo er sich verbirgt."( Laotse.) |
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| "Ich lasse den Pinsel auf die Leinwand fallen und überlasse ihm sozusagen die totale Freiheit. Ich muss ihn dann nur noch ein wenig führen. Jedes Bild sollte so sein, als habe es zuvor keine Malerei gegeben. Die Kunst schreitet nur fort, wenn sie die Grenze zum Wahnsinn streift. Von der Vorderseite streift klar! Denn gleich dahinter steht der echte Wahnsinn." |
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| Und genau so lebt er auch in einem alten Haus auf Teneriffa... |
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| Die genialen Titel, die erst entstehen, wenn das Werk beendet ist, sind wesentlicher Bestandteil des Werkes. |
| Zum Beispiel: |
| " MEIN GROSSVATER JAKOB AUF DEM WEG NACH AMERIKA JEDOCH UNTER WASSER UND MIT HUT". |
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| Es gibt Sammler, welche NUR diese ketzerischen Werke sammeln. |
| - Oder wer liebt nicht seine Bilder aus den Kinderbüchern! |
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Uwe Gracht
Kunstkritiker in Berlin |
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